„Traum“ mit Malvin: wenn ein Musikvideo aus dem Song heraus entsteht

Ein Musikvideo, das nur bebildert, was im Song ohnehin schon gesagt wird, verschenkt sein Potenzial. Genau danach haben wir auch bei „Traum” mit Malvin gesucht: nach den Bildern, die dem Song etwas hinzufügen, statt ihn nur zu illustrieren.
Der Song zuerst, die Bilder danach
Bei uns beginnt jedes Musikvideo auf die gleiche Weise: mit dem Song, nicht mit der Kamera. Wir hören ihn immer wieder, bis sich erste Bilder von selbst einstellen – Stimmungen, Farben, Bewegungen, die zur Musik passen, bevor überhaupt ein Konzept auf dem Papier steht. Erst wenn dieses Gefühl klar ist, beginnt die eigentliche Arbeit: aus einer Stimmung ein tragfähiges visuelles Konzept zu formen, das zu Malvin und zu „Traum” passt.
Zweieinhalb Drehtage für einen Traum
Umgesetzt haben wir „Traum” an zweieinhalb Drehtagen. Zwei davon verbrachten wir an der Alten Donau, wo ein Großteil der Bildwelt entstanden ist – darunter eine der aufwendigsten Einstellungen des ganzen Videos: ein Shot, bei dem Malvin frei über der Straße hängt, aus einer Top-down-Perspektive gefilmt, während die Aufnahme gleichzeitig in Bewegung entstand. Für diese eine Einstellung stand ein besonders kompliziertes Rigging, damit Kamera und Perspektive während der Fahrt stabil blieben.
Weil „Traum” als Konzept einen echten Sonnenaufgang brauchte, begann unser zweiter Drehtag an der Alten Donau um 2 Uhr nachts – nur so ließ sich das Licht einfangen, das die Grundstimmung des Videos trägt.

Den Abschluss bildete ein halber Drehtag im Studio der F6 Factory in Wien-Josefstadt, mit Model Johanna Punz. Diese Studio-Szene sollte dem Video noch eine zusätzliche Metaebene geben – ein bewusster Rückbezug, denn genau dieses Studio war auch Schauplatz eines unserer allerersten Musikvideos überhaupt. Ein kleiner Throwback, den nur wenige beim Anschauen erkennen werden, der für uns aber Teil der Geschichte von „Traum” ist.

Warum uns Musikvideos besonders liegen
Ein Musikvideo ist für uns immer auch ein Vertrauensvorschuss der Künstler:innen – wir bekommen ihre Musik anvertraut und sollen ihr eine zweite, visuelle Ebene geben. Das nehmen wir ernst: Die Bildsprache muss zur Person hinter dem Song passen, nicht nur zum Genre. Genau dieser Anspruch war auch bei „Traum” unser Ausgangspunkt.

Was ein Musikvideo für Künstler:innen leistet
Ein gutes Musikvideo lebt über den Release-Tag hinaus. Es ist Content für Social Media, Grundlage für Spotify Canvas und oft der erste visuelle Eindruck, den neue Hörer:innen von einem Track bekommen. Wenn ein Video im Kopf bleibt, bleibt meist auch der Song im Kopf – und genau darauf zielt unsere Arbeit bei jedem Musikvideo ab, auch bei „Traum” mit Malvin.
Das fertige Musikvideo „Traum” mit Malvin: jetzt ansehen.